Kreislaufgas - Kupolofen
Der Kreislaufgas - Kupolofen
- hat eine oder mehrere Kreislaufgasleitungen entsprechend der Anzahl der sonst üblichen Düsen,
- hat in jeder Kreislaufgasleitung je einen Kompensator, je eine Venturidüse, je eine Regelklappe und je einen sauerstoffbetriebenen Treibdüsenbrenner mit Sauerstoff-Treibdüse,
- hat eine Kreislaufgasabzugsebene, die knapp unterhalb der Gicht in der chemisch neutralen Ofenzone liegt,
- hat eine Kreislaufgasmündungsebene, die in Höhe der üblichen Düsenebene liegt,
- ermöglicht ggf. den Verzicht auf das Ofengebläse,
- ist eine einfache und kostengünstige Nachrüstung vorhandener Schachtöfen.
Das Verfahren
- ist eine konstruktive und technologische Weiterentwicklung des Schmelzens im klassischen Kupolofen,
- arbeitet mit technisch reinem Sauerstoff als Brennmittel,
- beruht darauf, dass der im Treibdüsenbrenner ausströmende Sauerstoff nach dem Bernoullischen Prinzip einen Unterdruck erzeugt und dadurch Kreislaufgas über die Kreislaufgasleitung ansaugt,
- beruht weiter darauf, dass Sauerstoff und Kreislaufgas vermischt und als brennfähiges Gas in den Ofen im Bereich der Schmelz- und Überhitzungszone eingeblasen werden.
Die Arbeitsweise
- unterscheidet sich verfahrenstechnisch entscheidend vom klassischen Kupolofen durch die Integration der beim Kupolofen normalerweise außerhalb des Ofens liegenden Nachverbrennung in den wärmetechnisch aktiven Ofenteil,
- bewirkt durch die Vormischung des CO-reichen Kreislaufgases und des Sauerstoffes kinetisch eine Stärkung der Nachverbrennungsreaktion gegenüber der Oxidationsreaktion im wärmetechnisch aktiven Ofenteil,
- ergibt eine starke Reduzierung des Stickstoffanteils der Ofengase und vermindert damit das Abgasvolumen auf etwa ein Drittel gegenüber vergleichbaren klassischen Kupolöfen,
- erzeugt sehr hohe Ofenraumtemperaturen am Ende der Oxidationszone und
- verursacht so ein verstärktes Reduktionsverhalten im Ofenschacht.
Weiterführende Literatur Gießereipraxis Nr. 9 1994 S. 197 - 198 Gießereierfahrungsaustausch Nr. 7 1994 S. 351 - 352 Ludwig Ruschitzka u.a. Gießerei Nr. 10 1994 S. 297 - 303 Ludwig Ruschitzka u.a. Gießereiforschung Nr. 2/3 1994 S. 40 - 50